Demographie

Die demographische Lage in unserer Republik
Deutschland ist - wie jedes andere europäische Land übrigens auch - einem demographischen Wandel unterworfen. Diesen sollte und muss man wahrnehmen. Man kann ihn dramatisieren - man kann es aber auch lassen. Was wichtig ist, ist sich aktiv mit ihm auseinander zu setzen und lösungsorientiert zu denken. Der Umgang mit den Fakten macht's. Der folgende Artikel basiert auf den Daten des Statistischen Bundesamtes und legt die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2007 zugrunde.


Allgemein kann man feststellen, dass die Bevölkerungszahlen im Bundesgebiet sinken. Hierfür sind die geburtenschwachen Jahrgänge verantwortlich. Eine Umkehr der Entwicklung ist bislang nicht absehbar. Der Trend hält seit 2003 unverändert an. Die Sterbefälle können seit diesem Jahr auch nicht mehr durch den Zuzug aus dem inner- und außereuropäischen Ausland kompensiert werden. Voraussehbar ist, dass der Trend sich in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

Nichts Neues
Wenn wir heute vom Demographischen Wandel sprechen, verkennen wir oft, dass es sich dabei keineswegs um eine Neuigkeit handelt. Der heute stark sichtbare Alterungsprozess der Gesamtbevölkerung hat bereits vor über 100 Jahren begonnen und wird sich mit Sicherheit auch die kommenden 50 Jahre weiter fortsetzen. Dramatisch wurde er ab Mitte der 1970er Jahr, in denen das Geburtenniveau massiv absank. Hiermit ist gemeint, dass die Geburtenzahlen unter den Wert sanken, der notig gewesen wäre, die Bevölkerungszahl dauerhaft stabil zu halten. Zusätzlich verstärkt seit dieser Zeit die steigende Lebenserwartung den Gesamtalterungsprozess.

Seit 1990 sinken in Deutschland die Anteile der jüngeren Altersgruppen bis 25 Jahre und beeinflussen dadurch die Altersstruktur. Die Anteile der Bürger in den mittleren Altersbereichen bis 65 Jahre stagniert weitgehend. Allerdings steigt der Anteil der "echten" Senioren immer weiter an. Dieser Trend wird sich auch in den kommenden Jahren nicht verändern. Allerdings werden immer mehr Erwerbstätige das Seniorenalter erreichen und somit kann man sagen, dass nicht nur die Bevölkerung insgesamt, sondern auch die Erwerbsbevölkerung altert.

Späte Liebe - seltene Triebe?

Seit den 1990er Jahren wird immer später geheiratet. Die zusammengefassten Eheschließungsziffern sinken seit dieser Zeit tendenziell ab. Zumindest betrifft das die alten Bundesländer. In den neuen Bundesländern hat es nach der Wende sogar einen rapiden Abfall bei den Eheschließungen gegeben. Im Anschluss daran war jedoch eine leichte Verbesserung zu verzeichnen. Insgesamt ungebrochen ist der Trend zu einem hohen Erstheiratsalter. Im Jahr 2006 lag das Erstheiratsalter bei Männern bei 31,8 und bei Frauen bei 29,6 Jahren. Folglich findet eine vollständige Familienbildung - wenn überhaupt - erst spät statt. Auch dies ist keine gute Voraussetzung für wieder steigende Geburtenraten und somit Bevölkerungswachstum oder gar Verjüngung.

Kein Ausweg
Man mag angesichts dieser Entwicklung nun jammern wollen - indes, es nützt nichts. Wichtiger ist es, mit der vorhandenen Bevölkerung nach Lösungen zu suchen, die den Bedürfnissen entsprechen. Hierbei ist es wichtig, keine Türen zuzuschlagen und sich konstruktiv mit den verschiedenen Aspekten des Alterns auseinander zu setzen. Schlagworte wie "Add life to years" gibt es genug. Nun gilt es, diese Forderungen umzusetzen, die durchaus vernünftig sind. Eine andere Wahl besteht ohnehin nicht. Hier sind alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen, nicht nur die Politik, gefragt. Unverzichtbar in diesem Zusammenhang ist eine noch stärkere Hinwendung zum Thema Fitness und zur Prävention, die hier Hand in Hand gehen sollten.

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